12. April 2019

1. Herren – Spielbericht: Hannoverscher SC – TSV Friesen Hänigsen 34:37 (19:16)


Während tausende Marathonläufer durch Hannover zogen, empfingen wir in ungewohnter Heim-Halle am Sahlkamp den abstiegsbedrohten TSV Friesen Hänigsen. Im Hinspiel hatten wir einen knappen Sieg errungen, zudem hatten wir zuletzt gegen starke Gegner Punkte geholt. Andererseits waren wir deutlich ersatzgeschwächt und unsere Gäste sicherlich bereit, großen Einsatz zu zeigen.

Wir kamen schlecht in die Partie. Nach initialem Rückstand und zwischenzeitlichem 2:2 (3. Minute) dauerte es bis zur 15. Minute, bis wir wieder ausgleichen konnten (10:10). Folgend kam es bis zum 16:16 (26. Minute) zu einem beständigen Wechsel der Führung. Bis zum Halbzeitpfiff konnten wir uns dann nochmal mit 19:16 absetzen. Leider mussten wir kurz vor der Pause aber auch den verletzungsbedingten Ausfall von Dennis Heinrich hinnehmen, der bis dahin ein Viertel unserer Tore geworfen hatte.

Das Spiel lief soweit sicherlich nicht wie geplant, insbesondere unser Abwehr-Torwart-Verbund hatte bisher eine mäßige Leistung gezeigt, dennoch lagen wir vorn. Direkt nach dem Wiederanpfiff konnten wir mit 20:16 (31. Minute) uns auch erstmals auf vier Tore absetzen. Dies stellte sich aber als trügerischer Auftakt heraus, denn in den folgenden Minuten zeigte sich, dass unser Abwehr-Torwart-Verbund nach mäßiger Leistung in der ersten Halbzeit nun die Arbeit in faszinierender Weise gänzlich einstellte. Die agilen Hänigser konnten ungehindert durch unsere Abwehrreihen laufen und kam bei nahezu jedem Angriff und aus nahezu jeder Wurfposition zum Torerfolg. So egalisierten unsere Gäste den Rückstand von vier Toren schon in der 34. Minute (20:20) und gingen mit 22:23 (38. Minute) wieder selbst in Führung. Daraus konnten sie mit 22:25 (40. Minute) unmittelbar eine Führung von drei Toren erarbeiten, die sie über 24:27 (44. Minute), 29:32 (49. Minute) und 31:34 (52. Minute) zu verteidigen wussten. Im Gegensatz zur Abwehr arbeitete aber unser Angriff zwar nicht immer erfolgreich, jedoch unermüdlich weiter. So gelang es uns, bis zur 55. Minute doch nochmal auszugleichen (34:34). Das Momentum konnten wir aber nicht für uns nutzen und uns auch nicht belohnen. Bei weiter fehlender Abwehrarbeit kamen im Abschluss nun auch noch Hektik und Pech dazu, so dass uns kein weiteres Tor mehr gelingen wollte, während unsere Gäste mit 34:37 das Spiel für sich entschieden.

 

Es spielten: Marcel Brauner und Claas de Boer im Tor; Nikola Angelovski (3), Christian Heike (5/2), Dennis Heinrich (5), Janis Kather (2), Patrik Klein (2), Max Peter (4), Lukas Riegel (5), Marc Schmidt (6), Moritz Speitel (2)

 

Man muss wohl ehrlicherweise sagen, wenn man 34 Tore wirft und trotzdem verliert, hat man es auch nicht verdient. Dank Niederlagen unserer direkten Konkurrenz hat unser nicht unbedingt erwarteter Punktverlust tabellarisch vorerst wenig Auswirkungen. Obwohl für uns nun auch nur noch wenig Bewegung nach oben oder unten möglich ist, müssen wir dennoch sehen, dass wir die bisher größtenteils positive Saison zu einem erfreulichen Abschluss und uns nicht selbst um die Früchte unserer Arbeit bringen. Wegen einer Spielverlegung geht es für uns nun erst nach Ostern im Heimspiel gegen den Ligaprimus aus Alfeld weiter.

Nächstes Spiel: Sonntag, 28.04.19 / 17.00h – Sahlkamp, 30179 Hannover