12. September 2018

2. Herren bleibt verlustpunktfrei


Zum dritten Spiel der Saison stand für die 2. Herren des HSC die weite Ausfährtsfahrt zu den selbsternannten “Piraten an der Leine” aus Alfeld an. Der als heimstark eingestufte Aufsteiger, in dessen Halle als eine der wenigen noch mit Haftmittel gespielt werden darf, konnte von seinen vorangegangen zwei Spielen eines gewinnen und wies einen breiten Kader auf. Zu unseren Ausfällen gesellte sich krankheitsbedingt kurzfristig noch Julian Fiß. Nach den beiden Siegen zum Start der Saison gingen wir dennoch mit breiter Brust und als leichter Favorit in die Partie.
Zu Beginn des Spiels rührten wir in der Abwehr regelrecht Beton an. Alfeld musste jeden seiner Angriffe lange ausspielen und konnte sich dennoch kaum gute Wurfchancen erarbeiten. Passierte dennoch mal ein Wurf den massiven Abwehrblock des HSC, stand immer noch Andre Heike im Tor, der mit seinen Vordermännern gut harmonierte und unter anderem einen Gegenstoß spektakulär parieren konnte. Einziges Manko dieser Anfangsphase war der leichtfertige Umgang mit den eigenen Torchancen. Zu selten konnten die erzeugten Ballgewinne über den direkten Gegenstoß in ein Tor umgewandelt werden und der zweiten Welle fehlte die Organisation. So kam es, dass nach 20 Minuten zwar nur starke fünf Gegentreffer zu Buche standen, doch der eigenen zehn Treffer hätten es eigentlich deutlich mehr sein müssen, zumal in den Schlussminuten der Halbzeit speziell über die gegnerische halbrechte Position nun doch noch einige Tore fielen. Beim Stand von 10:16 wurden die Seiten gewechselt und Aydin Daglar mahnte in der Pausenbesprechung an, dass das Spiel noch längst nicht entschieden sei. Tatsächlich kam es nun, wie es kommen musste. Der HSC verschlief den Beginn in die zweite Hälfte komplett und leistete sich einige fahrlässige Ballverluste, die die Alfelder in einfache Tore umwandeln konnten. Auch der Abwehr fehlte der Zugriff nun plötzlich komplett. Während sich darauf konzentriert wurde Anspiele an den Kreis zu verhindern, wurde völlig vergessen, dass auch Tore aus dem Rückraum für den Gegner zählen. Heike im Tor wurde nun zu oft sträflich allein gelassen und es entwickelte sich tatsächlich noch eine Zitterpartie, als der Gastgeber 12 Minuten vor Schluss plötzlich auf zwei Treffer herankam (23:25). Eine Auszeit des HSC brachte allerdings die erhoffte Wende. Speziell Christoph Schubert zeigte nun die nötige Entschlossenheit und erzielte drei ganz wichtige Treffer kurz hintereinander. Zwei Minuten vor Schluss kamen die nun offensiver verteidigenden Alfelder noch einmal auf zwei Tore heran, doch ein Treffer von Rechtsaußen Simon Thies besiegelte den dritten Sieg im dritten Spiel für die Mannen aus der Landeshauptstadt. Endstand 28:30.
18 Gegentreffer in der zweiten Halbzeit sprechen allerdings eine deutliche Sprache. Zwar konnte die Siegesserie ausgebaut werden, doch bei über 30 Gegentoren pro Spiel ist im weiteren Saisonverlauf nicht davon auszugehen, dass immer mehr Treffer erzielt werden, als der Gegner für sich verzeichnen kann. Hier gilt es unter der Woche dran zu arbeiten, zumal kommenden Sonntag mit den Sportfreuden aus Söhre die Tormaschinerie der Regionsoberliga zu Gast ist. In ihren ersten drei Spielen konnten die Söhrer ihre Gegner jeweils deutlich bezwingen, sodass sie sich selbst in kürzester Zeit zu einem Titelaspiranten gemausert haben. Die Partie im KWRG mutiert so zu einem echten Spitzenspiel, in welchem wir die Favoritenrolle definitv den Gästen zuschieben. Nichtsdestotrotz wird natürlich alles daran gesetzt die Punkte bei uns zu behalten und die Siegesserie weiter auszubauen.

Sein vorerst letztes Spiel für den HSC absolvierte vergangenes Wochenende Flügelflitzer Kai Bossen. Beruflich zieht es ihn nach NRW. Lieber Kai, der HSC und speziell die zweite Herren wünschen dir für die Zukunft alles Gute und wir freuen uns natürlich immer dich in Hannover wieder begrüßen zu dürfen. (jw)

Für den HSC am Ball: Heike (TW); Giesen (3), Schubert (7), Jentsch (1), Birke (9/5), Bossen (3), Holzgrefe, Thies (2), Warlich, Blanken (4), Polkowski (1), Guschewski