7. Mai 2019

1. Damen – Spielbericht: TuS Jahn Hollenstedt – HSC I 26:29 (11:15)


Das letzte Spiel der Saison konnte unsere Mannschaft auch noch gewinnen. In Hollenstedt wurde eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison so mit einem Erfolgserlebnis beendet. Die Begegnung war sicherlich kein Leckerbissen für die anwesenden Fans beider Teams. Deutlich war den Mannschaften zwar das Bemühen ordentlich Handball zu spielen anzumerken, aber viele technische Fehler und Ungenauigkeiten ließen keinen ordentlichen Spielfluss zu. Vielleicht war das der Tatsache geschuldet, dass es bei beiden Teams um nichts mehr ging.

Nach dem Match wurde unser Team von den Gastgeberinnen noch zum Grillen eingeladen, eine tolle Geste, für die noch einmal herzlich gedankt sei. Euch weiterhin viel Erfolg.

Hier noch ein Statement des Trainers zur Saison.

Thomas Löw:
„Eine durchaus gelungene Saison geht zu Ende, bei der ich als Trainer das Glück hatte mit einem außergewöhnlichen Team arbeiten zu dürfen. Damit meine ich nicht nur die Spielerinnen der 1. Mannschaft, die natürlich sowieso, aber eben insbesondere auch die Spielerinnen, die im Hintergrund stets zur Verfügung standen und wenn „Not am Mann/Frau“ war, egal ob Trainingseinheit oder Spiel, eingesprungen sind. Dazu kommen natürlich die Personen, die die administrativen Dinge erledigen und uns so das Ausüben unseres Hobbies auf diesem Niveau ermöglichen. Alles ganz feine Charaktere, für die es sich zu engagieren lohnt. Dafür vielen Dank.

Fast alle Spiele haben Spaß gemacht, fast alle anderen Mannschaften haben den Handball gespielt, den man gerne sieht. Auch den Teams, die leider absteigen müssen, sei ein Kompliment ausgesprochen und sie sollten auf ihrem Weg weitermachen. Sie haben ordentlich Handball gespielt, Spielkonzeptionen und taktische Maßnahmen waren klar zu erkennen und gefightet haben sie definitiv. Es gab auch leider wieder zwei Spiele in dieser Saison, bei denen man froh ist, wenn der Abpfiff ertönt. Mit dem Handball, den ich so kenne, hat das nicht so viel zu tun. Na ja, muss es vielleicht auch geben und ich muss toleranter werden (fällt mir aber schwer).

Schön fand ich auch den gegenseitigen Respekt unter fast allen Mannschaften. Auf der „Platte“ muss immer hart gekämpft werden, aber immer mit Mitteln, die die Gesundheit der Gegenspielerinnen nicht gefährden. Das war auch fast immer so. Wir alle brauchen gute Gegner, sonst würde unser Sport keinen Spaß machen. Dafür auch meine Hochachtung an die anderen Mannschaften. Es gab Spiele, bei denen wir unsere Leistung nicht abschöpfen konnten, die Gegner besser waren als wir und bei denen wir berechtigt verloren haben. Kontinuität ist etwas, an dem wir noch arbeiten müssen. Wir Handballer sind eine große Familie, die zusammenhalten müssen und bei der die Vereinszugehörigkeit, auch wenn der Verein in derselben Spielklasse spielt, keine Grenzen setzen darf. Bei uns sind Spielerinnen aus anderen Vereinen, die sich vorübergehend in Hannover aufhalten, bei Trainingseinheiten gern gesehen. Das war in den letzten Jahren so und wird auch zukünftig so bleiben.

Für uns schließt sich jetzt erst einmal das Kapitel „Oberliga“. Das vor der Saison gemeinsam gesteckte Ziel, besser zu sein als letzte Saison, wurde erreicht und nun kommt eine neue, viel, viel schwerere Aufgabe auf uns zu. Ich habe die Chance mit fast allen Spielerinnen, die mir auch in dieser Spielzeit zur Verfügung standen, diese Aufgabe anzugehen. Nur Kleo wird uns aus beruflichen Gründen in der 1. leider nicht mehr unterstützen können.

Ich persönlich bin schon immer der Meinung, dass man mit den Spielerinnen weitermachen sollte, die sich Chancen erarbeitet haben und sollte sich wirklich nur punktuell verstärken. Einen Großteil des Teams auszutauschen, wird einerseits den aktuellen Akteuren nicht gerecht werden und andererseits kann es ein sehr intaktes Mannschaftsgefüge sprengen. Insofern haben wir uns ganz bewusst für „nur“ 3 „Neue“ entschieden, bei deren Auswahl es neben ihren zweifelfrei vorhandenen handballerischen Qualitäten, auch um ihren Charakter ging. Ich kenne die Spielerinnen schon länger und schätze ihre Persönlichkeit. Alle werden sich ohne Probleme in die Mannschaft integrieren und das ist das Wichtigste. Ich freue mich auf die „Neuen“, habe mit ihnen noch mehr taktische Möglichkeiten und das ist reizvoll. Sicherlich wird die nächste Saison in der 3. Liga nicht einfach, aber unser Ziel wird es sein auch dort für Aufmerksamkeit zu sorgen. Ich darf mit einem hochmotivierten, leistungsbereiten und spielstarken Team diese Herausforderung angehen. Das gibt mir Zuversicht und ist für mich die Motivation, die ich als Trainer brauche. Bis bald“

Zu den „Neuen“ kommt in dieser Woche noch ein separater Bericht.